Helmut Merschmann hat in seinem Spiegel-Online-Artikel über Abmahnungen am Schluss folgenden Satz gebracht:
Darüber hinaus gerät die Blogger-Szene unter wirtschaftlichen Druck. Denn die Summen, die in den Unterlassungserklärungen gefordert werden, sind für einen Privatblogger sicherlich kein Pappenstiel: Zwischen 5000 und 20.000 Euro gefordertes Bußgeld ist keine Seltenheit. Angesichts solcher Zahlen wird es sich mancher zweimal überlegen, einen etwas zugespitzten Wortbeitrag zu lancieren beziehungsweise im Blog stehen zu lassen. Schon die Gerichtskosten würden zwischen 2000 und 10.000 Euro bewegen. Das sprengt so manche Portokasse. Abhilfe will ein derzeit in Gründung befindlicher Interessenverband der Blogger schaffen, der dann, ganz ähnlich einer Gewerkschaft, Rechtsschutz übernimmt.
Der Artikel ist ganz gut, es werden (natürlich) Udo Vetter vom Lawblog und Marcel Bartels von mein Parteibuch erwähnt, die sich wahrscheinlich bei Abmahnungen über Bloggern am meisten auskennen. (more…)